Erste Hilfe: Handeln ist das A und O

Show notes

Erste Hilfe kann Leben retten – das zählt sowohl auf als auch abseits des Arbeitsplatzes. Die Erste-Hilfe-Organisation im Betrieb ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern macht oft den Unterschied für die Betroffenen aus. Gerade bei Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall ist es wichtig, schnell zu reagieren – vom Erkennen der Anzeichen bis hin zu sofortigen Reanimationsmaßnahmen. Hierbei sind regelmäßige Auffrischungen von großer Bedeutung, denn so bleiben anzuwendende Maßnahmen besser im Gedächtnis. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlieren außerdem die Scheu, im Ernstfall zu handeln. Im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt erklärt unser Gast Arno Siepe, warum klare Strukturen, regelmäßige Schulungen und geübte Abläufe den Unterschied machen. Er spricht dabei nicht nur über die Organisation im Unternehmen, sondern auch darüber, was Ersthelferinnen und Ersthelfer leisten können – und was nicht. Seine wichtigste Faustregel ist denkbar einfach: Handeln – denn alles ist besser, als nichts zu tun. Der Gast: Arno Siepe ist Facharzt für Arbeitsmedizin bei der BG ETEM und Mitglied im DGUV Fachbereich „Erste Hilfe“. Er beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von Standards der betrieblichen Ersten Hilfe und damit, wie Unternehmen praxisnah und rechtssicher für Notfälle vorsorgen können. Ihm ist wichtig, dass die positiven Aspekte der Ersten Hilfe im Vordergrund stehen – denn eine schnelle Hilfe in Notfällen kommt letztendlich allen zugute.

Das Thema: Zum Weiterlesen und -schauen: etem-Artikel: Bereit für den Ernstfall etem-Artikel: Sofort und richtig handeln

BG ETEM Übersichtsseite: Erste Hilfe

Leistung der BG ETEM: Ersthelfer, Aus- und Fortbildung Plakat: Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen Grafiken Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz: Erste Hilfe DGUV Information: Erste Hilfe im Betrieb

Onlinemagazine der BG ETEM etem – Magazin für Unternehmerinnen und Unternehmer: https://etem.bgetem.de profi – Zeitung für Beschäftigte: https://profi.bgetem.de

Die BG ETEM Wer steckt hinter diesem Podcast? Die BG ETEM (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Menschen in mehr als 200.000 Mitgliedsunternehmen. Zur offiziellen Website: www.bgetem.de

Show transcript

00:00:00: Ja, es gibt eine Faustregel und die ist auch sehr einfach.

00:00:03: Und sie heißt Handeln!

00:00:06: Ganz sicher der Podcast für Menschen mit Verantwortung.

00:00:15: ganz sicher So heißt der Podcast der BGE-TEM.

00:00:20: Wir wollen, dass Menschen sicher sind – bei der Arbeit und auch auf dem Arbeitsweg!

00:00:24: Wie das gelingt was Unternehmen tun damit ihre Leute gesund bleiben Herausforderungen und Lösungen im Arbeitsschutz darüber spreche ich mit meinen Gästen.

00:00:33: Ich

00:00:34: bin Katrin Degenhardt Moderatorin und Gastgeberin Und jetzt geht's los.

00:00:39: Ein Kollege bricht zusammen Jemand ruft nach Hilfe Und in Sekunden muss klar sein, was zu tun ist.

00:00:46: In solchen Momenten zeigt sich ob die im Betrieb implementierten Erste-Hilfe-Maßnahmen funktionieren und ein Leben retten können.

00:00:54: Organisation ist also das A&O – und auf die Organisation von erster Hilfe schauen wir heute gemeinsam mit Arno Siepe.

00:01:02: Er isst Facharzt für Arbeitsmedizin bei der BGE TEM und Mitglied im DGUV Fachbereich erste Hilfe.

00:01:09: Er beschäftigt sich unter anderem damit, wie Unternehmen erste Hilfe organisieren und wie sich entsprechende Standards weiterentwickeln lassen.

00:01:18: Heute spricht er mit mir darüber was Unternehmen und ihre Beschäftigten wissen, organisieren oder tun müssen, damit die erste Hilfe in einer Notsituation schnell und effizient funktioniert.

00:01:30: Hallo Herr Siepe!

00:01:31: Schön dass sie heute da sind und uns jetzt zugeschaltet sind.

00:01:35: Hallo Frau Regenheit, ich bedanke mich für die Einladung und freue mich mit Ihnen über das Thema sprechen zu können.

00:01:43: Wunderbar!

00:01:44: Herr Siepe sie sind ja Arbeitsmediziner.

00:01:46: mal ganz kurz vorab was macht ein Arbeits Mediziner eigentlich genau?

00:01:51: Der Arbeits Medizin kümmert sich im Grunde genommen um die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz zur Arbeitssicherheit und zur Prävention insgesamt Lebensbereich Arbeit, und zwar für Unternehmer als auch für die Arbeitnehmer.

00:02:10: Hauptsächlich Aufgaben sind die Beratung des Unternehmens für gesunde Arbeitsbedingungen aber eben halt auch die individuelle Beratungsbesuchung in bestimmten Fällen für Arbeitnehmer, die mit Gefahrstoffen oder unter gefährlichen Bedingungen.

00:02:26: Und das ist ein ziemlich großes Feld und es ist ein präventives Fach.

00:02:35: Wir machen also keine Therapie, aber wir versuchen die Arbeitnehmer so gesund wie möglich durch das Arbeitsleben zu bringen.

00:02:44: Inwiefern sehen Sie denn erste Hilfe und auch die folgende Rettungskette als Teile einer funktionierenden betrieblichen Organisation?

00:02:52: Das war nicht für einen der wichtigsten Punkte im Arbeitsschutz, Die erste Hilfe kann sehr viel leisten, wie wir aus vielen Untersuchungen wissen.

00:03:03: Und wir werden immer älter, das heißt also auch Notfälle gerade die sogenannten kardiobaskulären Notfelle, wie Schlaganfall, Herzinfarkt und solche Sachen nehmen zu.

00:03:15: Und gerade hier hat die Erste Hilfe eine ganz besonders wichtige Bedeutung für mich ein ganz... ein wichtiges Feature im Arbeitsschutz.

00:03:23: Welche erste Hilfe-Maßnahmen muss es denn in Betrieb geben?

00:03:27: Worauf sollten Unternehmerinnen und Unternehmer achten?

00:03:30: Für den Unternehmer gibt die sehr klare Vorgaben aus dem Arbeitsschulgesetz bzw.

00:03:35: Aus den Vorschriften der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, die rechtliche Konsequenzen haben also der DGMV, ich sage mal die Abkürzung, die werden wir wahrscheinlich noch öfters jetzt hören.

00:03:46: Und für die Arbeitnehmer ist diese Sache relativ einfach.

00:03:50: Sie sollten einfach nur den vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kurs machen, also sein neun bestündiger Kurdehrzeits.

00:03:56: so sind die Regularien.

00:03:57: und da geht es tatsächlich um erste Hilfe.

00:04:00: Da muss keine Angst vorhaben.

00:04:01: Keiner muss hart sein oder therapieren sondern unwirkliche ersten Notfallmaßnahmen weiteres Unglück zu verhindern.

00:04:09: Ich wollte aber trotzdem nochmal auf den Unternehmer unter Unternehmerinnen zurückgehen.

00:04:13: können sie vielleicht doch mal ein paar Sachen aufzählen.

00:04:16: Ich weiß jetzt nicht, erste Hilfe Kasten?

00:04:19: Also was muss wirklich vorhanden

00:04:21: sein?

00:04:22: Ja also ich fange mal bei den Personen an.

00:04:25: es müssen in jedem Unternehmen per Gesetz erst Helfer vorhandenen sind wird unterschieden zwischen sage ich mal Dienstleistungen oder Verwaltungsdienste und anderen zum Beispiel auch Baustellen oder Industrie betrieben.

00:04:41: das hängt von der Mitarbeiterzahl ab.

00:04:46: Diese Menschen, die in Erste Hilfe ausgebildet sind müssen vom Unternehmer sozusagen berufen werden.

00:04:52: Und dann gibt es auch die gesetzliche Pflicht eine Ausbildung zu machen für diese Ersthelfer, die allerdings speziell auf betriebliche Ersthelfe – das muss man immer wieder betonen weil wir da viele Nachfragen haben – ausgerichtet ist.

00:05:06: Also nicht die Führerschein!

00:05:08: Erste Hilfe, sag ich mal.

00:05:10: Die ja fast jeder von uns gemacht hat, sondern es muss tatsächlich eine Ausbildung der Betrieblicher erster Hilfe sein.

00:05:17: Dann haben Sie angesprochen den ersten Hilfekasten?

00:05:20: Ja!

00:05:20: Der muss vorgehalten werden.

00:05:23: auch die Möglichkeiten zur Dokumentation einer erfolgten erste Hilfenleistung sind ganz wichtig denn es hat auch was Rechtliches und mit den rechtlichen Konsequenzen zum Beispiel einer Berufskrankheit oder eines Berufsunfalls zu tun, das sind eine Sachen die der Unternehmer organisieren muss.

00:05:42: Natürlich auch Rettungswege also ist schon ein Paket für den Unternehmer.

00:05:46: Es müssen Rettungsschränkungen gestaltet sein, es müssen Notfallzeichen im Unternehmen da sein.

00:05:51: wo sind Fluchtwege anzeichnen?

00:05:54: Wo ist dein erstes Hilfekasten?

00:05:56: Und in der Neuerzeit natürlich auch ein elektrischer Defibrillator, also eine sogenannte E-D.

00:06:02: In vielen Unternehmen mittlerweile erfreulicherweise vorhanden.

00:06:05: auch das muss organisiert werden.

00:06:07: Sie haben

00:06:07: jetzt gerade eine Unterscheidung gemacht zwischen Erste Hilfe zum Beispiel für einen Führerscheinanwärter oder Anwerterinnen und betrieblicher Ersterhilfe.

00:06:16: können sie das vielleicht nochmal etwas genauer erläutern?

00:06:19: Ja, gerne.

00:06:21: Die betriebliche Ausbildung oder betrieblichen Erste-Hilfekurse und die Ausbildungen sind mehr bezogen auf Vorkommnisse in Betrieben zum Beispiel bei bestimmten Gefahrenlagen oder Umgang mit bestimmten Befahrstoffen Und genau dafür gibt es auch die zertifizierten Kurse der deutschen besetzlichen Unfallversicherung.

00:06:39: Die Anbieter sind allerdings genauso wie bei den anderen Kursen, die Mathesa Leonita und Deutsches Großkreuz zum Beispiel.

00:06:48: Es gibt ja bestimmte Beispiele, wie Sie haben es auch schon angesprochen Schlaganfall oder Herzinfarkt in denen ja jede Sekunde zählt und die natürlich auch im Betrieb passieren können.

00:07:00: Was genau ist denn in einem solchen Fall zu tun?

00:07:03: Naja also Schlagan-Fall und Herzinfakt... Wie soll ich sagen?

00:07:10: Also das geht um die Reanimation, die Kaliobaskonelle Reanimations Zumindest wenn es sich um einen bewusstlosen Patienten halten.

00:07:19: Also, wenn ihr jetzt mal mit der Mieter tatsächlich einfach umfällt auf dem Boden liegt und möglicherweise sogar keinen führbaren Pumpten hat oder keine Atmung kommt eben halt die kardiopulmonale Reanimation in Spien und die sollte beherrscht werden, da geht es um die Herzdruckmassage und den Einsatz des AEDs.

00:07:42: Und so laut noch bei Bewusstsein ist und nur sage ich mal anfängliche Symptome einer solchen Erkrankung oder eines solches eine solche Vorfalls zeigt dann ist das natürlich gut wenn man ein klein wenig darüber weiß.

00:07:57: wie äußert sich ein Herzinfarkt?

00:07:59: Wie äußern sich einen Schlaganfall?

00:08:01: Da gibt es einige relativ einfache Symptome, die eigentlich auch jeder in der ersten Hilferausbildung lernen sollte.

00:08:09: Damit man da auch vorbereitet ist.

00:08:11: Jetzt bin ich ganz neugierig was das denn?

00:08:13: Was sind das für Anzeichen?

00:08:14: Also zum Beispiel was wir bei uns in Deutschland eine sehr häufige Sache ist der Schlaganfall wenn zb ein Mitarbeiter plötzlich nicht mehr richtig sprechen kann An die Worte nicht mehr richtig ausdrucken erfindet, also auf eine krasse Art und Weise.

00:08:32: Die warte nicht mehr.

00:08:33: Wir alle vergessen Handwort oder kommen nicht drauf aber wenn ihr macht plötzlich mitten im redefluss auffällige Schwächen zeigt oder eine motorische schwäche.

00:08:42: Motorische schwächer heißt also Bewegung sagen wir mal der linke Arm kann sich nicht mehr rechtlich bewegen oder die die hand ist nicht mehr bewegt war Oder im gesicht kann sich das zeigen dass plötzlich zum beispiel ein nutwickler abfällt.

00:08:58: Das wären Hinweise auf einen beginnenden Schlaganfall, einem kleinen Schlaganvall.

00:09:05: Also da gibt es medizinische Unterscheidungen und wir sind jetzt nicht so wichtig.

00:09:08: Und beim Erzinfarkt müssen sie natürlich klassisch, typischerweise allerdings hauptsächlich bei Männern der Brustwärts der in die Halsregion und in den linken Arm ausstrahlt.

00:09:20: Kann aber auch mal Artikel sein, insbesondere bei Frauen ist dann in den Rücken ausstahlen.

00:09:25: es kann zum Beispiel auch einfach im Bauchraum ein starkes Unwohlgefühl-Unwohlsein entstehen wo man im ersten Moment gar nicht so ans Herz denkt.

00:09:34: Aber wenn solche Sachen passieren sehr plötzlich dazu auch.

00:09:38: was häufig dabei kommt ist Angst Und die Leute haben schon eine gewisse Panik.

00:09:43: also der Körper merkt hoppla Da ist richtig was los.

00:09:46: Zum Beispiel auch die Kaltschweißigkeit, also das ist auch für Lein relativ leicht erkennbarm, dass wenn jemand plötzlich mit solchen Symptomen Schweißt auf der Stirnart dann ist, sag ich mal Handlung angesagt.

00:10:01: Gibt es denn eine Faustregel bei erster Hilfe, die man im Kopf behalten sollte?

00:10:06: Ja, es gibt eine FaUSTregel und die ist auch sehr einfach und die heißt handeln!

00:10:11: Also alles Handeln ist besser als nicht handeln.

00:10:14: Es gibt sicherlich unterschiedliche Charaktere, auch bei den Ersteln von.

00:10:19: einigen sind sehr fort und sagen ich mal kommen sofort in Handlung.

00:10:24: Andere sind erschreckt oder vielleicht haben Angst etwas falsch zu machen.

00:10:28: aber man sollte sich um Gottes Willen nicht davon abhalten lassen und sei es nur dem Anruf zur Tätigung an eine Notfallzentrale oder des Rettungswesen handelt.

00:10:40: das ist die wirklich einzige die ich hier so geben möchte.

00:10:46: Übrigens, vielleicht ganz interessant im europäischen Vergleiches und Studien zum Beispiel über die Skandinavische Ländern ist die Reanimationsquote und die Ersthelfer-Aktionsquote deutlich höher als in Deutschland was zu einem viel besseren Outcome bei Schlaganfall und Herzinfarkt für die Patienten führt.

00:11:06: Und da sind wir in Deutschland bestenfalls im Mittelfeld in Europa.

00:11:09: Da ist Luft nach oben Denn wirklich handeln ist das A und U, ja?

00:11:14: Und je schneller und so besser.

00:11:16: Da wollte ich auch gleich nochmal ein bisschen drauf zu sprechen.

00:11:19: kommen der Blick über den Tellerrand.

00:11:22: vorher aber noch eine Frage was passiert denn bei einem Arbeitsunfall nach der ersten Hilfe?

00:11:27: also welche weiteren Schritte gilt es dann zu beachten vor allen Dingen für den Unternehmer oder die Unternehmerinnen?

00:11:34: Ja nach erfolbter erster Hilfe und eventuell Übergabe an den Rettungsdienst Kommt es auf jeden Fall auch die Dokumentation an?

00:11:44: Was geschah, was wurde als Erstilfe geleistet.

00:11:48: Erfolgt keine?

00:11:49: Übergabe an den Rettungsdienst ist natürlich gegebenenfalls das muss aber dann von Fall zu fall entschieden werden.

00:11:56: Die Übergabe beziehungsweise die Vorstellung bei einem Arzt, insbesondere natürlich einen Durchgangsarzt der für betriebliche Unfälle zuständig ist im Betrag gezogen werden.

00:12:08: Meine Gäste bitte ich ja immer etwas mitzubringen einen Gegenstand das kann auch ruhig was abstraktes sein oder auch was ganz haptisches was mit unserer Thematik zu tun hat.

00:12:21: jetzt bin ich natürlich ganz gespannt was Sie mitgebracht haben.

00:12:26: würden sie mir zeigen?

00:12:26: Ja ich

00:12:27: habe aber was mitgebracht Und zwar, das sogenannte erste Hilfeplakat.

00:12:32: Ich halte es mal in die Kamera und hoffe, dass man es einigermaßen sehen kann.

00:12:37: Und worauf ich besonders hinweisen möchte ist das Feld unten rechts vielleicht bei Ihnen links aber Sie sehen einen Feld da sind Eintragungen möglich und vielleicht kann man das in der Kamera nicht so sehen, ich lese es vor.

00:12:50: Aber da wird zum Beispiel eingetragen Wer ist in Betriebssanitäter?

00:12:56: Zum Beispiel, wenn es einen gibt haben sich alle betrieben.

00:12:59: Man kann bei ganz kleinen Betrieben auch die Erstelfen hier namentlich nennen.

00:13:03: aber ganz wichtig ist eben halt auch das nächste Krankenhaus der nächsten Durchgangsarzt oder Haupt der Nächste Arzt ja dass das auch wirklich eingetragen ist also in jedem Gang sagen wir muss solche Plakate hängen gut sichtbar für alle Personen.

00:13:18: wie kann man bei der deutschen gesetzlichen Unfahrtversicherung bestellen?

00:13:21: ich glaube sie sind sogar kostenfrei für Mitgliedsunternehmen.

00:13:26: Und soweit ich weiß, gibt es das auch in ganz unterschiedlichen Sprachen?

00:13:30: Ja, da gibt's auch... Es gibt mehrere Sprachen!

00:13:33: Ich weiß nicht genau wie viel, aber ich glaube sind sieben oder acht Sprachen.

00:13:36: ist das erhältlich?

00:13:38: und wenn ich als Betrieb diese Plakate gerne aufhängen möchte vielleicht auch mehrere brauche wo bekomme ich die her?

00:13:45: Diese Plakaten kriegen Sie zum Beispiel bei uns Und die sind für Mitgliedsbetriebe auch kostenfrei.

00:13:53: Die können Sie bei uns bestellen.

00:13:54: Herr Siepe, wenn wir jetzt auf die Praxis schauen an welchen Stellen haken denn erste Hilfe- und Rettungskette so am häufigsten?

00:14:01: Was würden sie sagen?

00:14:03: Also die größte Baustelle das stellen wir im Fachbereich Erste Hilfe immer wieder fest ist tatsächlich die Unternehmen wirklich zu hundert Prozent dazu zu bringen die Vorgaben einfach umzusetzen einzuhalten.

00:14:15: viele machen es, also erst mal einen Not an die Unternehmen.

00:14:18: Aber leider gibt es doch so einige, die da hergehen können insbesondere kleinere Betriebe wie das Thema vielleicht auch organisatorisch ein bisschen überlastet oder sonst was.

00:14:30: aber es wird nicht überall umgesetzt und das ist eigentlich sehr schade weil wir finden die Umsetzung ist organisatorische nicht so auffällig.

00:14:39: Der Unternehmer muss da nicht so viel investieren, vor allem wenn es einmal steht.

00:14:43: Wenn ein Erste-Hilfekasten ungeschafft ist, dann steht er erst mal zwei Jahre.

00:14:48: Also da hakt's zum Beispiel und dann hat das euch klein bisschen sagen wir mal auch in der Routine.

00:14:56: Es gibt jetzt Bestrebungen die erste Hilferausbildung auf nur alle drei Jahre den Ton auszuweiten.

00:15:04: Auch da sind wir eigentlich gegen, denn das zeigen uns die skandinavischen Länder.

00:15:09: Übung!

00:15:10: Und dann hat man es einfach drauf und man verliert auch die Scheu.

00:15:15: ganz wichtig.

00:15:17: Also die Regelmäßigkeit dieser Ausbildung ist auch wichtig.

00:15:21: Ja, da sprechen Sie was ganz Wichtiges an.

00:15:23: Das wollte ich auch noch mal ansprechen wenn mal so ein bisschen über den Tellerrand schaut.

00:15:27: Ich glaube in Skandinavische Ländern wird ja sogar die erste Hilfe schon in der Schule oder jedenfalls fangen alle sehr früh damit an und diese Regelmäßigkeit und Häufigkeit der Nachschulung ist viel größer als bei uns in Deutschland.

00:15:41: Ja, es ist einfach mehr in den Alltag integriert.

00:15:44: Bei jeder Gelegenheit wo die Skandinavier können machen sie ein Erstseelkurs oder eine Auffrischung hier und das fängt wie gesagt in der Schule an und das finden wir sehr gut.

00:15:53: Das macht die Sache erstens von fachlichen Artenweise besser, aber eben auch für allen Dingen ist wirklich schweig genommen.

00:16:02: Das ist ja bei vielen Menschen so etwas die Angst um sich könnte was falsch machen und was es überhaupt mit rechtlichen Konsequenzen.

00:16:09: nachher droht mir noch irgendwie etwas, ne?

00:16:12: Was alles nicht der Fall ist.

00:16:14: Aber das kommt natürlich wenn man's immer wieder hört, kommt das besser in die Köpfe.

00:16:20: Und da kommen wir jetzt auch noch mal zu den Ersthelfern.

00:16:23: Es gibt ja in jedem, in dem Betrieben benannte Ersthelfer.

00:16:28: was?

00:16:29: Was können Ersthelfe leisten und was

00:16:32: nicht?

00:16:33: Das ist relativ klar.

00:16:34: Ersthelfen sind dafür da eine akute Verschlimmerung der Situation zum Stoppen oder zu verhindern und einen Notruf abzusetzen.

00:16:47: Das sind eigentlich die beiden Aufgaben.

00:16:49: Also das erste noch mal ganz kurz erklärt.

00:16:51: Das heißt also, dass zum Beispiel der Verunfallte aus einer Gefahrenzone gebracht wird?

00:16:56: Wenn es irgendwo brennt muss ich den natürlich irgendwie vom Feuer wegblenden oder rausziehen sonst wirkt alles nix.

00:17:03: Oder wenn irgendwelche Gase austreten oder so etwas, da muss auf jeden Fall die Öffentlichkeit gewechselt werden.

00:17:09: Also das nicht mehr passiert.

00:17:10: und dann eben halt die Stabilisierung zum Beispiel durch die Herzdruckmassage oder das Anbringen eines Druckverbandes bei schwerer Blutung oder sowas einfach nur stabilisieren.

00:17:22: Das ist eigentlich die Grenze was sie nicht machen müssen.

00:17:25: Sie fragen was nicht in eine Diagnose stellen?

00:17:28: Erste Hilfe ist rein symptomatisch.

00:17:31: Ah, mit der Patient.

00:17:32: Ja gut nein Reanimation.

00:17:35: So einfach ist das.

00:17:38: Also ja hieße dann wenn er bewusstlos ist zum Beispiel stabile Seitenlage aber nicht Reanimations.

00:17:44: Lutet er stark egal warum Druckverwand drauf machen beziehungsweise sogar heute wieder was jahrelang verbündet war wenn man nichts anderes hat auch mit einem Gürtel oder sowas eine verletzte Gliedmaße kurzzeitig abbinden?

00:18:00: Also rein symptomatisch.

00:18:01: Es geht nicht um Therapie, es geht nicht darum herauszufinden was hat der jetzt?

00:18:04: Hat er einen Schlaganfall oder ein Herzinfarkt?

00:18:08: Warum

00:18:09: ist das überhaupt so wichtig?

00:18:10: ganz klar die Dinge festgelegt zu haben und auch klare Ansprechpersonen.

00:18:15: Na ja, das ist schon ein... wie soll ich mal sagen?

00:18:19: Für jedermann Heikeles Feld erste Hilfe.

00:18:21: Also jeder von uns wird einen gehörigen Schrecken bekommen wenn der Kollege nebenan unfällt und nicht mehr hat mit.

00:18:28: Und das erzeugt Panik bei vielen.

00:18:31: Deshalb klare einfache Niegeln.

00:18:33: Das sind hier ganz wichtig.

00:18:36: ihre zweite Freiburgschuldung jetzt.

00:18:38: Warum es so wichtig ist auch ganz klar festgelegt zu haben wer welche Ansprechperson für was ist

00:18:44: Ganz einfach, damit schnell Hilfe vor Ort ist.

00:18:47: Herr Siepe wie tragen sie und ihr Team im Fachkompetenzzentrum Gesundheit im Betrieb konkret dazu bei Betriebe besser auf Notsituationen vorzubereiten?

00:18:57: Ja

00:18:58: wir betreuen aus dem Fachkompatenzzenter gesunder den Betrieb keine Betriebepersönlich.

00:19:04: aber wir tragen auch einer etwas nur um Ebene dazu bei dass dieses Thema in die Betriebe kommt und Betrieben bei unserer Information erlangen können.

00:19:14: Das können Sie einerseits zum Beispiel durch unser Medienportal, wir haben sehr viele Veröffentlichungen, Plakate, Informationsschriften in unserem Medienportalt.

00:19:24: Wir haben kurze Informationsfilme Und dann natürlich auch unsere Ansprechpersonen also die Aufsichtsperson der WGETM in den Betrieben können immer dazu angesprochen werden.

00:19:36: was vielleicht auch noch erwähnen sollte, ist dass wir die Kosten für unsere Mitgliedsbetriebe übernehmen.

00:19:44: Das sogar über den bekannten Quoten, ich hatte ja vorhin schon mal gesagt in Verwaltungsbetrieben fünf Prozent der Belegschaft sollten Ersthelfer sein und bei Industriebetrieben zum Beispiel zehn Prozent.

00:19:57: Und selbst wenn darüber ausgebildet wird das ist eben halt wünschenswert übernimmt die BGETM die Kosten.

00:20:04: Haben Sie auch Do's und Don'ts für Unternehmen, mit denen diese Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser auf Notfälle vorbereiten können?

00:20:13: Ja die gibt es sehr wohl.

00:20:15: Das erste wäre die Mitarbeiter positiv zu überzeugen.

00:20:21: Druck ist nicht die richtig motivierende Form.

00:20:25: Die Überzeugung dass es allen so gute käme das wirkt weit mehr.

00:20:30: Und dann gibt es natürlich auch Mittel und Materialien, die unter anderem auch von der BGE-Team zur Verfügung gestellt werden.

00:20:37: Womit man das Thema im Unternehmen präsent machen kann.

00:20:40: Plakate, Broschüren kleine Infoveranstaltungen vielleicht wenn ein Internet vorhanden ist, kleine Filmchen oder so etwas?

00:20:49: Dass das Thema allseits sozusagen immer präsente ist.

00:20:53: Das hilft das Thema wirklich an die Mitarbeiter heranzubringen.

00:21:01: Und Dones Haben Sie da irgendwas oder gibt es eigentlich nur Du?

00:21:05: Don'ts wäre besten, falls das was eigentlich nie sein darf und nicht sein sollte.

00:21:10: Dass der Unternehmer überhaupt nichts macht oder sich nicht sozusagen um die erste Hilfe kümmert und dass nicht relativ weit oben auf der Agenda des Arbeitsschutzes hat.

00:21:22: Das wäre schlecht!

00:21:23: Das ist doch ein wunderbarer Abschluss unseres Gesprächs und ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen Herr Siebe, dass sie bei uns zu Gast

00:21:30: waren.

00:21:31: Ganz herzlichen Dank dass ich mit Ihnen sprechen durfte und alles Gute.

00:21:38: Danke schön, Ihnen auch!

00:21:39: Und wir freuen uns, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn Sie uns auf dem Podcast-Kanal Ihrer Wahl abonnieren und uns eine Bewertung oder einen Kommentar und gerne auch Fragen dalassen.

00:21:58: Zweitens, regelmäßige Auffrischung trägt zur Handlungssicherheit bei und vermindert unnötige Ängste.

00:22:06: Und drittens erste Hilfe ist nicht nur eine Pflicht für Unternehmen sondern lebensnotwendig für alle Beteiligten –

00:22:17: ganz sicher!

New comment

Your name or nickname, will be shown publicly
At least 10 characters long
By submitting your comment you agree that the content of the field "Name or nickname" will be stored and shown publicly next to your comment. Using your real name is optional.