Gewusst wie: KI im Arbeitsschutz

Show notes

Chat GPT und Co. können im Arbeitsschutz sehr hilfreiche Werkzeuge sein und viel Zeit sparen – etwa bei der Vorbereitung von Gefährdungsbeurteilungen oder Fragen zu bestimmten Sicherheitsthemen. Damit das gelingt, gilt es bei Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) einige Dinge zu beachten. Welche das sind, erklärt Dorothee Hübner im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt. Für sie können KI-Anwendungen im Arbeitsschutz eine echte Hilfe sein – aber nur, wenn Unternehmen gut vorbereitet sind. Konkret heißt das: Wenn sie klare Nutzungsziele definieren. Den eigenen Datenpool aufräumen, klare Anwendungsziele für die KI definieren und nicht zuletzt ihre Beschäftigten gezielt schulen. Nicht zuletzt ist eine gesunde Skepsis immer angebracht: Nutzerinnen und Nutzer sollten Antworten einer KI nie ungeprüft übernehmen.

Der Gast: Dorothee Hübner ist Referentin für digitale Transformation bei der BG ETEM. Sie ist überzeugt, dass KI – wenn richtig angewendet – Unternehmen in den richtigen Bereichen, gerade im Arbeitsschutz, entlasten kann. Die BG ETEM unterstützt dabei, etwa im Rahmen des Projekts „Wirkstatt“. Dabei arbeiten BG und Mitgliedsbetriebe gemeinsam an individuellen KI-Lösungen, bei der die Bedürfnisse der Unternehmen mit dem breiten Wissensfundus der BG-Fachleute kombiniert werden.

Das Thema: Zum Weiterlesen und -schauen: etem-Artikel zum Thema KI: Hand in Hand Whitepaper der BG ETEM: Künstliche Intelligenz: Chancen für die Verwaltung App: Gefährdungsbeurteilung für Kleinstbetriebe Bei Interesse zum Projekt „Wirkstatt“ schreiben Sie uns an etem@bgetem.de

Onlinemagazine der BG ETEM etem – Magazin für Unternehmerinnen und Unternehmer: https://etem.bgetem.de profi – Zeitung für Beschäftigte: https://profi.bgetem.de

Die BG ETEM Wer steckt hinter diesem Podcast? Die BG ETEM (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Menschen in mehr als 200.000 Mitgliedsunternehmen. Zur offiziellen Website: www.bgetem.de

Show transcript

00:00:00: Am Anfang muss immer die Frage stehen, welchen Prozess möchte ich eigentlich mit KI vielleicht automatisieren oder vereinfachen.

00:00:08: Und was passiert dann auch mit dem Ergebnis?

00:00:10: Also nehme ich das einfach als gegeben hin.

00:00:13: Stößt dann das Ergebnis dieser KI womöglich einen weiteren Prozess an, automatisch?

00:00:19: Oder kann ich als Mensch selber dann noch eingreifen und entscheiden, was ich mit dem Ergebnis dann halt eben mache?

00:00:26: Ganz sicher!

00:00:27: Der Podcast für Menschen mit Verantwortung

00:00:35: Ganz sicher, so heißt der Podcast der BGE-TEM.

00:00:38: Wir wollen dass Menschen sicher sind – bei der Arbeit und auch auf dem Arbeitsweg!

00:00:44: Wie das gelingt was Unternehmen tun damit ihre Leute gesund bleiben.

00:00:48: Herausforderungen und Lösungen im Arbeitsschutz darüber spreche ich mit meinen Gästen.

00:00:52: Ich bin Katrin Degenhardt Moderatorin und Gastgeberin Und jetzt geht's los.

00:00:58: Künstliche Intelligenz verändert gerade viele Bereiche der Arbeitswelt.

00:01:03: Auch im Arbeitsschutz stellt sich immer stärker die Frage, wie Unternehmen und Beschäftigte sie sinnvoll einsetzen können?

00:01:10: Kann KI zum Beispiel dabei unterstützen Risiken frühzeitig zu erkennen

00:01:15: Menschen

00:01:16: noch besser für Gefahren zu sensibilisieren Und passende Präventionsangebote zu entwickeln?

00:01:23: Die Antwort auf diese Frage hat unser heutiger Gast, Dorothea Hübner.

00:01:27: Als Referentin für digitale Transformation berät sie die BGE-TEM und ihre Mitgliedsbetriebe bei der Einführung und Umsetzung von KI im Bereich Arbeitsschutz.

00:01:38: Sie bringt einen klaren Blick auf die konkreten Einsatzmöglichkeiten, der inzwischen gar nicht mehr so neuen Technologie mit.

00:01:46: Schön dass ihr heute da sind Frau Hübbner!

00:01:48: Hallo ich freue mich auch.

00:01:49: danke

00:01:50: Frau Hübner, KI verändert ja die Arbeitswelt in rasantem Tempo.

00:01:55: Inwiefern gilt das denn auch für den Arbeitsschutz?

00:01:59: Ja, das gilt insbesondere auch für dem Arbeitsschuss weil wir ja die Möglichkeit haben uns viel vollumfänglicher zu informieren.

00:02:06: Insbesondere zum Beispiel als Kleinbetriebe der das Thema Arbeitsschutze nicht unbedingt als riesengroßen Schwerpunkt haben sage ich meine da geht es ja eher darum Aufträge abzuwickeln und so weiter und sofort.

00:02:18: Und dieses ganze Bürokratische ist dann natürlich sehr, sehr aufwendig.

00:02:22: Da gibt es ja mittlerweile Tools wie zum Beispiel Sprachmodelle CheckGPT mit denen man sich prima da auch behilflich sein kann.

00:02:29: wenn's z.B.

00:02:29: um das Thema Gefährdungsbeurteilung geht, kann man sich schon erste Anreize, Ideen holen, wie das Ganze eben aussehen kann.

00:02:37: Wir als BGETIM sehen diese Trends.

00:02:40: Wir wissen Betriebe nutzen das auch sehr intensiv Und machen uns das also auch zu eigen, diese neue Technologie um dann auch entsprechend Angebote für die Betriebe bereitzustellen.

00:02:52: Würden Sie sogar sagen dass im Bereich Arbeitsschutz ja ich würde nicht sagen die größten aber große Chancen für Unternehmen

00:02:58: liegen?

00:02:59: Also die größte Chancenen würde ich jetzt nicht unbedingt sagen weil als riesengroßen Schwerpunkt auch sehe.

00:03:06: Es ist natürlich wichtig, klar gar keine Frage aber ich denke da gibt es andere Bereiche die für die Unternehmen auch wichtiger sind.

00:03:13: Aber insbesondere wenn es um das Thema Bürokratieabbau geht und Unternehmen zu helfen möglichst unbürokratisch und niederschwellig sich um das Thema Arbeitsschutz zu kümmern, sehe ich da auf jeden Fall ein deutliches Potenzial.

00:03:29: Jetzt begegnen ja auch viele Menschen der KI mit Skepsis?

00:03:34: Wie reagieren sie darauf?

00:03:36: Ja also Skepsismus muss man natürlich ernst nehmen und auch hinterfragen wo jetzt genau diese Skepsi liegt.

00:03:43: und ich muss ehrlich sagen die ist natürlich auch berechtigt Weil KI, insbesondere wenn wir jetzt über Sprachmodelle sprechen... nicht in der Lage ist, unbedingt immer die richtigen Antworten zu liefern.

00:03:55: Wir hatten das eben im Vorgespräch schon ein bisschen diskutiert.

00:04:00: Wenn man ChatGPT irgendwas fragt und es kommt eine Antwort raus klingt erst mal super, klingt immer sehr professionell und wunderbar.

00:04:08: aber wenn man dann mal genauer hinguckt oder entsprechendes Domänen- oder Fachwissen mitbringt, dann erkennt man schon hier und da, dass ist nicht so ganz richtig und insofern ist Skepsis auf jeden Fall angebracht.

00:04:21: Aber KI ist ja nicht nur Sprachmodelle, also die meisten kennen halt eben ChatGPT und man stellt Fragen bekommt ganz tolle Antworten oder auch Bilder, Grafik usw.

00:04:30: aber da liegt ja noch viel mehr dahinter.

00:04:33: Also KI arbeitet ja mit Daten.

00:04:35: Es gibt Algorithmen, die können diese Daten verarbeiten Und da ist immer ein bisschen Skepsis angebracht wenn man über das Thema Datenqualität auch spricht.

00:04:45: Weil, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Algorithmus habe der bestimmte Gefährdungen ermittelt oder so was, bestimmte Risiken... Da muss ich natürlich gucken, welche Daten fließen da ein.

00:04:56: Ist die Datenqualität gut?

00:04:57: Kann ich mich darauf verlassen oder auch

00:04:59: nicht?".

00:04:59: Sie haben gerade die Daten angesprochen.

00:05:01: Was kann denn einen Betrieb ... Also wenn einen Betriebs-KI für sich nutzen will... Wie sollte man da überhaupt anfangen?

00:05:07: also gibt es so gewisse Vorarbeiten, die man vielleicht einfach tun sollte zum Beispiel Thema-Daten, Daten erstmal richtig sortieren ja sowas in die Richtung.

00:05:16: Am Anfang muss immer die Frage stehen welchen Prozess möchte ich eigentlich mit KI vielleicht automatisieren oder vereinfachen.

00:05:25: Und was passiert dann auch mit dem Ergebnis?

00:05:27: Also nehme ich das einfach als gegeben hin, stößt dann das Ergebnis dieser KI womöglich einen weiteren Prozess an automatisch?

00:05:35: oder kann ich als Mensch selber dann noch eingreifen und entscheiden Ergebnis dann halt eben mache.

00:05:41: Apropos selber eingreifen, gibt es klare Grenzen von KI?

00:05:45: Also Aufgaben zum Beispiel jetzt speziell wir sind ja hauptsächlich im Arbeitsschutz hier unterwegs bei denen der Mensch unersetzlich bleibt?

00:05:54: Ja definitiv also gerade wenn es um Expertenwissen geht.

00:05:59: Wenn mir jetzt mal beispielsweise bei dem Thema Gefährdungsbeurteilung bleiben kann ich ja zb in der KI ein Bild von meiner Baustelle eingeben und danach fragen Wo sind jetzt da so die Unfallschwerpunkte?

00:06:12: Wie hoch soll das Gerüst sein, was muss ich überhaupt für Arbeitsschutzmaßnahmen berücksichtigen?

00:06:19: und mit Sicherheit kommen dann erst mal gut klingende Ergebnisse raus.

00:06:23: Aber ich muss schon auch das Expertenwissen haben um zu beurteilen macht das Ganze denn überhaupt Sinn oder ist es vielleicht ein Fehler drin?

00:06:33: benötige ich womöglich irgendwas anderes.

00:06:35: Oder ich hatte vor zwei Tagen eine Besprechung gehabt mit Kollegen, da ging es um das Thema Haut- und Handschutzportal was wir ja haben bei der BGE-Theme und auch bei den Mitgliedsbetrieben sehr gut ankommt.

00:06:46: Da kann man also recherchieren, was man zum Beispiel für Handschuhe benötigt je nach Gefahrstoffen, mit dem man so zu tun hat.

00:06:53: Und dann könnte ich mir vorstellen dass eine KI diese Frage auch gut beantworten kann.

00:07:00: aber da ist es schon wichtig wirklich Akkora zu beurteilen, stimmt das?

00:07:05: Bevor ich mir jetzt irgendeinen Handschuh kaufe für eine gefährliche Substanz der aber dann dafür gar nicht geeignet ist und ich dann irgendwelche Verletzungen davon trage.

00:07:15: Und da sehe ich auf jeden Fall dass das menschliche Wissen die menschlichen Intelligenz da noch ja auf jeden fall sehr wichtig ist weil da einfach auch teilweise Individualwissen vorhanden ist in Personen die natürlich nicht unbedingt haben kann oder nicht haben kann, ja.

00:07:34: Wir bitten ja unsere Gäste immer einen Gegenstand mitzubringen zu unserem Gespräch und ich beschreib's mal aber es ist nicht schwer zu beschreiben weil sie haben ein Smartphone mitgebracht.

00:07:47: und was wollen Sie uns damit sagen?

00:07:50: Ja also erstmal tut mir leid dass es nur ein SmartPhone.

00:07:53: Am liebsten hätte ich mir meinen eigenen humanoiden Roboter mitgebracht.

00:07:58: Sie

00:07:58: haben einen

00:07:59: eigenen humano... Noch nicht, noch nicht!

00:08:01: Aber ja, übertrieben würde ich jetzt sagen dass ich darauf schon ein bisschen so spare weil ich denke das ist so das nächste große Ding, dass man sich also für die tägliche Unterstützung so einem humanoiden Roboter dann auch nach Hause bestellt oder kaufen kann.

00:08:20: und Das kann man aktuell tatsächlich schon, ich weiß nicht ob Sie das wussten.

00:08:24: Aber es gab ja vor einigen Monaten in China dieses Frühlingsfestival.

00:08:28: Da wird der Frühling immer begrüßt mit einem Tamtam.

00:08:31: Da war er auch unser Kanzler und da hat man also sehr beeindruckend gezeigt was humanoide Roboter schon können.

00:08:39: Also die haben da getanzt und mit Kindern zusammen.

00:08:43: Also diese Bewegungsabläufe, die sind so geschmeidig.

00:08:45: Das ist echt Wahnsinn.

00:08:46: und genau dieses Modell kann man sich auch schon bestellen.

00:08:48: das kostet glaube ich achtzehntausend Euro.

00:08:52: Ist also schon erhältlich im Handel.

00:08:54: Aber man kann halt mit dem noch nicht so viel machen.

00:08:57: Was kann er denn?

00:08:58: Das interessiert unsere Hörer

00:09:00: bestimmt!

00:09:01: Genau, also der kann einen begrüßen.

00:09:03: Der kann einem glaube ich auch die Hand geben dann kann er irgendwie tanzen, kann auch gehen so ganz normal.

00:09:09: Kann

00:09:09: ihr auch essen kochen?

00:09:11: Das halt noch nicht!

00:09:12: Also zumindest nicht das ich wüsste und deswegen habe ich den auch noch nicht.

00:09:16: Ja

00:09:16: da brauche ich ihn

00:09:17: auch nicht mehr.

00:09:19: Sonst wäre ich natürlich auch die erste die schon im wahren Kopf hätte.

00:09:24: Ich denke dass wird noch ein bisschen dauern bis es wirklich massentauglich ist für den Alltagsgebrauch von Normalen Menschen, so wie von Ihnen und mir.

00:09:33: Und genau für die Übergangszeit habe ich natürlich mein Smartphone dabei auf der auch diverse KI-Apps haben.

00:09:40: Allen voran natürlich ChatchiPT, den ich den oder die... Ich weiß gar nicht ist es männlich weiblich?

00:09:47: man weiß das gar nicht so genau.

00:09:49: also ich hab diese Technologie auf meinem Handy kommuniziere auch viel damit.

00:09:53: man kann ja wirklich per Sprachbefehl mit ChachiPT sprechen mit entsprechender Sprache und hat das Gefühl, man redet da mit einer ganz normalen Person.

00:10:04: Mit einem Freund oder einer Freundin oder so.

00:10:06: Genau deswegen habe ich eben nur mein Handy dabei Und leider noch nicht mein Humanoid.

00:10:12: Ja, aber man sieht einfach immer wieder die Entwicklung geht in rasantem Tempo weiter und wir sind gespannt wo wir da noch landen.

00:10:21: jetzt wollen wir natürlich noch wieder zurückkehren zu unserem speziellen Thema und zwar geht es jetzt so ein bisschen um die Unterstützung die auch die BGE-Theme den Mitgliedsbetrieben bietet durch KI.

00:10:36: und da erzählen sie uns doch mal wo setzt Es setzt denn die BGE-TEM schon KI aktuell ein, um ihre Mitgliedsbetriebe zu unterstützen?

00:10:44: Genau.

00:10:45: Sehr gute Frage!

00:10:47: Wir haben jetzt in der Prävention damit angefangen Produkte, die wir haben zum Beispiel Seminare oder auch Medien bedarfsgerecht anzubieten mithilfe von KI auf unserem ServicePortal MeineBgeetem.de.

00:11:02: Da haben wir jetzt mehrere Monate dran gearbeitet und die Betriebe haben also die Möglichkeit sich in diesem Portal einzulocken.

00:11:09: Der Algorithmus erkennt dann automatisch, was ist das für ein Betrieb?

00:11:12: Wie groß ist der... aus welcher Branche ist der Betrieb.

00:11:16: Was hatte der für einen Unfall geschehen?

00:11:18: oder was hat eine ähnliche Betriebe für den Unfallgeschehen und empfiehlt dann aufgrund dessen entsprechende Seminare die für den Betrieb wahrscheinlich relevant sein könnten.

00:11:29: Muss man sich ein bisschen vorstellen wie bei Amazon wenn sie ja da schon einkäufige Tätik haben.

00:11:33: Sie laufen sich ein und steht ja immer so etwas dar.

00:11:36: andere Kunden kauften auch oder das könnte sie ja auch interessieren.

00:11:39: Und nach ähnlichem Schema haben wir dieses Seminarangebot dann mittels Algorithmus dort eingebaut und werden also weitere Angebote auch so bedarfsgerecht anbieten wie zum Beispiel unsere Medien, Richtlinien, Broschüren Artikel aus Magazin alles was es da halt eben gibt in dem nächsten Schritt dass auch über einen Chatbot abrufbar oder aufrufba machen lassen, sodass also der Betrieb tatsächlich mit dem Arbeitsschutz kommunizieren kann und mal so ein bisschen salopp auszudrücken.

00:12:15: Oder dass wir zum Beispiel auch einen Assistenten bauen für die Gefährdungsbeurteilung weil das ist ja auch so eine wenn man mal ehrlich sind sehr nervige Sache für die Betriebe da eine Gefährderung zu beurteilen.

00:12:25: Wie gesagt, Betrieber haben andere Sachen im Fokus und da wollen wir also unterstützen mit einer App, die wir aktuell entwickeln für bestimmte Schwerpunktthemen, wo man quasi wie bei so einen digitalen Assistenten durchgeleitet wird.

00:12:40: Also wirklich wichtige Fragen beantwortet und dann hinten raus kommen die Gefährdungsbeurteilungen aus.

00:12:46: Der Fokus ist auf den Gefärdungen und auf den Maßnahmen was ja für den Betrieb wichtig ist.

00:12:52: Und die Dokumentation muss der Betrieb dann nicht noch extra machen, sondern die fällt hinten als Abfallprodukt quasi raus.

00:12:59: Oder als Bonus?

00:13:00: Nennen wir es

00:13:01: als Bonus!

00:13:03: Das nehme ich mit, klingt auf jeden Fall besser.

00:13:05: Okay wunderbar... Was ist denn der Unterschied zwischen Charge-EPT oder auch outgesourceden Softwarelösungen?

00:13:13: zu der BGETEM Lösung?

00:13:16: Ja, da gibt es einen riesen, riesengroßen Unterschied.

00:13:19: Und zwar haben wir bei der BGE-TEM einen Schatz und dieser Schatz heißt kumuliertes aggregiertes Wissen über mehrere Jahrzehnte.

00:13:30: Gerade wenn wir jetzt beim Thema Gefährdungsbeurteilung bleiben und bei der Identifikation auch von Gefährderungen so haben Experten bei der Begeethe über viele Jahrzehnte eine Datenbank gefüttert wo sich für alle möglichen Arbeitsprozesse, die Gefährdungen zugeordnet befinden und auch mit den entsprechenden Maßnahmen, die dann ergriffen werden können um diese Gefährdingen zu vermeiden oder zu minimieren.

00:13:58: Und das ist ein riesengroßes Fachwissen, ein riesengroßer Schatz, den Chatch-BT oder auch andere freierhältliche Modelle nicht besitzen.

00:14:10: Und deswegen kann man da schon sagen, dass dann unser Modell oder unsere Anwendung die wir entwickeln, die auf diesem Expertenwissen basiert.

00:14:19: Da auch deutlich zuverlässiger sein wird und man natürlich darauf zugreifen sollte weil man mit einem besseren Gefühl an die ganze Sache herangehen kann.

00:14:32: Weil man weiß dahinter steckt wirklich sehr viel Experten-Wissen.

00:14:34: und ja genau das ist so im Prinzip der der wesentlichste und größte Unterschied.

00:14:41: Und das

00:14:41: ist komplett kostenlos, ne?

00:14:43: Richtig!

00:14:43: Sollte man

00:14:44: vielleicht auch einfach mal erlosen?

00:14:45: Absolut so sieht es aus genau richtig.

00:14:48: Gibt es sonst noch etwas was die BGE-TEM im Bereich KI anbietet?

00:14:56: Ja also wir haben jetzt ein neues Kollaborationslabel, so würde ich das mal nennen gegründet.

00:15:02: Eine neue Marke eine neue Brand auf Neudeutsch.

00:15:05: Das nennt sich Wirkstadt Prävention Also nicht Werkstatt sondern Wirk Stadt von Wirken und Wirksam sein wollen.

00:15:12: Und unter diesem Label arbeiten wir mit verschiedenen Mitgliedsunternehmen an diversen Projekten, die sich dem Thema Arbeitsschutz widmen.

00:15:22: Das haben wir zum Beispiel eine Kollaboration mit der Firma IBM um dann da auch einen digitalen Assistenten zu entwickeln für das Thema Gefährdungsbeurteilung, der sehr niederschwellig ist, der für die Unternehmen sehr gut zu bedienen ist und wo die Technologie quasi von der Firma IBM bereitgestellt werden soll für die Daten zuständig sind, die dort einschließen.

00:15:47: Nämlich mit diesem Schatz an Expertenwissen von dreißigvierzig Jahren sozusagen.

00:15:52: und genau da haben wir auch noch diverse andere Projekte in Planung.

00:15:57: und wichtig ist und deswegen nochmal um auf diesen Begriff Wirkstadt zu kommen.

00:16:02: Wir wollen natürlich relevant sein als Großgenossenschaft.

00:16:09: Es kann ja sein, also nicht dass es das gibt.

00:16:11: Aber so vom Hören sagen kann es ja sein dass es Betriebe gibt die sagen Mensch die Berufsgenossenschaft wofür brauche ich die denn?

00:16:18: Da kommt dann jemand vorbei der will dann dies und jenes wissen.

00:16:24: Ich weiß nicht genau, was ich damit anfangen soll.

00:16:26: Und deswegen ist es wichtig für uns den Betrieben zu vermitteln warum gibt es uns?

00:16:31: Was ist unser Auftrag?

00:16:33: und dass wir Partner sein wollen vom Betrieb die wirklich auf diese Wirksamkeit sich fokussieren also nicht nur auf die Erfüllung von irgendwelchen bürokratischen Dingen oder von gesetzlichen Vorgaben sondern das was wir machen, was wir beraten und was wir zur Verfügung stellen für die Betriebe hat eine bestimmte Wirksamkeit und deswegen auch nochmal der Name davon abgeleitet.

00:16:53: Und das ist auch der Fokus beim finden von Projekten im Rahmen dieser Kollaborationen.

00:16:58: Das

00:16:58: ist ja im Moment, sage ich jetzt noch ein Projekt.

00:17:01: Können sich da auch Unternehmen bewerben oder daran teilhaben?

00:17:04: Ja,

00:17:05: selbstverständlich also sehr gerne!

00:17:08: Wir haben bei der letzten Runde für die Hauptsicherheitsingenieurin schon einige Betriebe gewinnen können, die da auch Bock drauf haben und wir sind immer mal unterwegs in der Prävention und halten Vorträge auch in Betrieben.

00:17:22: wenn wir angefragt werden Und wenn wir da ins Gespräch kommen, erzählen wir natürlich dann auch von diesem Kollaborationsprojekt.

00:17:29: Da kann also jeder gerne mitmachen und das sind wir total offen für neue Projektideen und sind gerade dabei eine Art Plattform aufzubauen, so ne kleine Internetseite.

00:17:42: auf der man sich aktuelle Sachen angucken kann und sich dann da auch entsprechend, ich sag mal, bewerben kann.

00:17:48: Ja!

00:17:49: Dann ist das ja hier jetzt ein Appell

00:17:50: an unsere

00:17:51: Zuhörenden, sich dazu zu bewerbern.

00:17:54: Informationen dazu wird es dann auch in den Show-Notes geben.

00:17:58: Zum Abschluss noch einmal die Frage... Wenn jetzt Unternehmen zuhören und sich fragen, wie KI ihren Arbeitsschutz unterstützen könnte.

00:18:08: Was würden Sie ihnen raten bevor sie sich für ein Tool entscheiden?

00:18:11: Welche Vorarbeit sollte man

00:18:13: leisten?".

00:18:15: Ja ich würde auf jeden Fall mal ein bisschen Brainstorm wobei den meisten das mit Sicherheit direkt spontan einfallen würde.

00:18:20: Wo sind denn so meine größten Schmerzpunkte zum Thema im Arbeitsschluss?

00:18:24: Also wo drückt da eigentlich jetzt besonders der Schuh.

00:18:28: Und wenn ich jetzt ein Unternehmen bin, wie zum Beispiel so einen Elektrohandwerksbetrieb, der hat ja wirklich mit sehr krassen und schlimmen Gefährdungen auch zu tun.

00:18:40: Das sind dann Leute die installieren oder montieren und pflegen auf Photovoltaikanlagen, auf Dächern.

00:18:48: da kann man natürlich abstürzen das passiert auch.

00:18:51: Das haben wir immer wieder bei den tödlichen Unfällen auch dabei bei uns bei der BGE-TEM.

00:18:56: Und das Betriebe wirklich identifizieren, wo liegen so die größten Gefahren?

00:19:02: Was kann im schlimmsten Fall passieren.

00:19:04: Was kann ich dagegen tun?

00:19:06: Gibt es irgendwelche Tools mir da, die mir vielleicht dabei helfen, dass zu identifiziert werden?

00:19:12: Genauso wie wenn man jetzt viel mit der Handarbeit mit Gefahrstoffen oder sowas... Was sind das für Gefahrstoffe?

00:19:22: Was für ein Handschuh kann ich da quasi überziehen, das ist ja auch super komplex.

00:19:26: Das Thema mit den Handschuhen habe ich jetzt letztens auch gelernt und da kann man mit Sicherheit dann auch eine KI-Fragen beziehungsweise in Zukunft auf unseren Chatboard.

00:19:34: also dass man sich wirklich klar macht wo sind so die größten Schmerzpunkte?

00:19:39: Wo sind die größen Gefahren sich darauf konzentriert, fokussiert und dann entsprechend versucht das Ganze abzumildern den man Maßnahmen findet, die da sinnvoll sind.

00:19:51: Genau so würde ich das halt eben sehen um es wirklich einfach zu machen natürlich kann man KI auch noch für zehntausend andere Sachen einsetzen muss man aber nicht ne?

00:19:58: Es wird dann auch schnell zu komplex und macht vielleicht auch keinen Sinn.

00:20:01: Aber gerade bei diesen Gefahren Da würde ich auf jeden Fall ja einen Schwerpunkt sehen dass man sich die mal genau anguckt Und sich zunächst den Ja Den gefahren widmet die den schlimmsten Output sozusagen.

00:20:14: Also

00:20:15: Prioritäten setzen?

00:20:16: Genau so ist es, richtig!

00:20:18: Haben sie gut zusammengefasst ja.

00:20:21: Zum Abschluss jetzt noch die Frage welche Do's and Don'ts würden Sie Mitgliedsbetrieben mitgeben im Umgang mit KI im Arbeitsschutz?

00:20:30: Ja also das ist echt eine super gute Frage weil sich da entscheidet ob KI im Arbeitsschutz auch wirklich wirksam ist oder ob das jetzt nur so ein Bus wird.

00:20:40: und Ich würde tatsächlich als Erste sagen, bei DUS mit konkreten Problemen zu starten oder mit konkreten Schwerpunkten.

00:20:49: Dass ich mich frage, wo habe ich jetzt das größte Thema oder den größten Zeitaufwand beim Thema Arbeitsschutz?

00:20:54: wenn wir da wieder das Thema Gefährungsbeurteilung aufgreifen.

00:20:58: Das ist ja ein beliebter Zeitfresser, um es mal sozusagen, da bietet sich dann natürlich die Lösung an, an der wir aktuell halt eben gerade arbeiten oder auch das Individualisieren von Unterweisungen.

00:21:12: Also wir haben ja gerade durch die Migrationswellen in den letzten Jahren ja auch viele Mitarbeitende die jetzt Deutsch nicht als Muttersprache haben.

00:21:22: Und da ist es natürlich wichtig, gerade zum Thema Arbeitsschutz auch sicherzustellen, dass diese Leute verstehen was halt eben zu tun ist oder worauf zu achten ist.

00:21:32: und dann gibt es natürlich auch Tools mit denen kann man das in einfache Sprach übersetzen oder halt eben auch in die entsprechende Muttersprüche oder z.B.

00:21:41: auch Bildanleitungen machen.

00:21:43: Da gibt's halt eben verschiedene Möglichkeiten.

00:21:46: genauer Das zweite Du isst dass klar ist, KI ist eine Assistenz.

00:21:52: Also man denkt das als Assistenzen und nicht als Ersatz.

00:21:57: Das finde ich halt eben besonders wichtig.

00:21:59: Und auch, dass man die Kollegen und Mitarbeiter mit einbindet, ne?

00:22:04: Dass man also klar macht wir nutzen jetzt KI für dieses und jenes Thema, was also so'n bisschen Transparenz halt transparent hält.

00:22:12: Und jeder weiß woher kommen denn jetzt die Ergebnisse verantwortlich.

00:22:19: Genau, bei den Downs würde ich sagen das Thema mit dem Ersetzen dann auch also nicht denken dass KI irgendwas ersetzt sondern halt eben nur ergänzt.

00:22:30: und dazu passen dann auch nicht blind Vertrauen in das was die KI ausgibt weil die KI kann durchaus hallucinieren.

00:22:36: Hallucinieren bedeutet in dem Zusammenhang also nicht dass es eine gute Zeit sich ausdenkt ja sondern dass sie halt ja Inhalt aus gibt der einfach nicht stimmt der einfach richtig ist denen sie sich halt eben einfach ausdenkt, genau.

00:22:50: Und ja dass man vielleicht auch den Erfolg nicht misst danach.

00:22:55: Ich habe jetzt eine KI eingesetzt also was kommt im letzten Endes?

00:22:58: Warum kann ich jetzt einen bestimmten Prozess tatsächlich schneller abwickeln?

00:23:01: oder akkurater oder halt eben nicht das man sich vorher überlegt?

00:23:05: wie kann ich das messen?

00:23:06: beziehungsweise um bei den Don'ts zu bleiben es nicht zu messen Das macht dann keinen Sinn.

00:23:12: Gut, wunderbar!

00:23:13: Und genau auszusuchen wo die KI einen da unterstützen kann oder wo es vielleicht auch gar nicht nötig

00:23:19: ist.

00:23:20: Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen Frau Hübner dass Sie bei uns zu Gast waren.

00:23:24: vielen Dank und wir freuen uns liebe Zuhörerinnen und Zuhürer wenn sie uns auf dem Podcast Kanal ihrer Wahl abonnieren und uns eine Bewertung oder einen Kommentar und gerne auch Fragen dalassen.

00:23:39: festzuhalten bleibt erstens Vor KI-Einsatz Anwendungsmöglichkeiten im Betrieb prüfen.

00:23:46: Zweitens, KI Kompetenz der Beschäftigten stärken und gegebenenfalls beraten lassen – zum Beispiel von der BGE-TEM.

00:23:54: Und drittens Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

00:23:57: KI-Ergebnisse sollten nie ungefiltert übernommen werden, eine gesunde Skepsis und der eigene Menschenverstand bleiben unverzichtbar.

00:24:07: Ganz sicher!

00:24:11: der Podcast für Menschen mit Verantwortung.

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