Inklusion: Ein Gewinn für alle

Show notes

Inklusion: Ein Gewinn für alle Manchmal reicht ein einziger Moment – und es gibt ein Davor und ein Danach. Wenn ein schwerer Arbeitsunfall passiert, stellt das nicht nur das Leben des oder der betroffenen Beschäftigten auf den Kopf, sondern auch den Arbeitsalltag im Unternehmen. Unternehmen haben dann zwei wichtige To Dos: Den Arbeitsplatz überprüfen, um die Arbeitssicherheit zu verbessern – und herausfinden, ob und wie sich der Verunfallte wieder gut im Betrieb eingliedern lässt. Wie das gelingen kann, erklärt unser Gast Martin Malicki im Gespräch mit Moderatorin Katrin Degenhardt. Er hatte selbst einen schweren Arbeitsunfall, bei dem er seinen rechten Unterarm verlor. Sein Arbeitgeber hielt den Kontakt schon im Krankenhaus aufrecht und versicherte ihm von Anfang an, dass er weiterbeschäftigt werden würde – komme was wolle. Mit seiner persönlichen Geschichte gibt Martin Malicki einen Einblick in seine Wiedereingliederung. Er erklärt, wie gelebte Inklusion in Unternehmen funktionieren kann – und warum dafür sowohl Betriebe als auch Betroffene verantwortlich sind. Denn nur gemeinsam und in ständigem Austausch miteinander können Arbeitsbedingungen zur Zufriedenheit aller Beteiligten geschaffen werden.

Der Gast: Martin Malicki arbeitet bei der Magnera Glatfelter Falkenhagen GmbH in Pritzwalk / Brandenburg. Im Jahr 2013 hatte er einen schweren Arbeitsunfall: Sein rechter Arm wurde zwischen zwei Walzen eingeklemmt und so schwer beschädigt, dass er oberhalb des Ellenbogens amputiert werden musste. Mit Unterstützung seines Arbeitgebers und der BG ETEM gelang ihm eine strukturierte Wiedereingliederung. Malicki trägt inzwischen eine Prothese und kann sein Know-how in neuer Funktion im Betrieb einbringen. Darüber hinaus hilft er als Schwerbehindertenvertreter anderen Betroffenen.

Das Thema: Zum Weiterlesen und -schauen: etem-Artikel: Das Leben mit links meistern etem-Artikel: Ein Kampf, der sich lohnt Artikel „Arbeit & Gesundheit“: Neuer Job im alten Betrieb Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung: So hilft die BG ETEM Website BIH Integrationsämter: Informationen und Leistungen zum Thema Inklusion, der BIH bündelt die gesetzlichen Aufgaben der Integrations-/Inklusionsämter auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. REHADAT: Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen Peers im Krankenhaus

Onlinemagazine der BG ETEM etem – Magazin für Unternehmerinnen und Unternehmer: https://etem.bgetem.de profi – Zeitung für Beschäftigte: https://profi.bgetem.de

Die BG ETEM Wer steckt hinter diesem Podcast? Die BG ETEM (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Menschen in mehr als 200.000 Mitgliedsunternehmen. Zur offiziellen Website: www.bgetem.de

Show transcript

00:00:00: Jeder hat der aus dem Arbeitsunfall in so einer Situation weggerät.

00:00:04: Dem ist wirklich geholfen, wenn er eine Weiterbeschäftigung sieht.

00:00:08: Wie gesagt es ist bei jedem Verunfalten hinterher auch wieder

00:00:12: da.".

00:00:14: Ganz sicher!

00:00:15: Der Podcast für Menschen mit Verantwortung.

00:00:23: Ganz sicher – So heißt der Podcast der BGE-TEM.

00:00:27: Wir wollen dass Menschen sicher sind, beider Arbeit und auf dem Arbeitsweg.

00:00:32: Wie das gelingt, was Unternehmen tun damit ihre Leute gesund bleiben.

00:00:35: Herausforderungen und Lösungen im Arbeitsschutz darüber spreche ich mit meinen Gästen.

00:00:40: Ich bin Katrin Degenhardt Moderatorin und Gastgeberin Und jetzt geht's los.

00:00:47: Manchmal reicht ja ein einziger Moment und plötzlich ist es einen davor und ein danach.

00:00:53: Niemand weiß das besser als unser heutiger Gast Martin Malikki.

00:00:57: Im Jahr two-tausenddreizehn hatte er einen schweren Arbeitsunfall an einer Maschine, der eine Amputation seines Rechten unterarms zur Folge hatte.

00:01:06: Mit Unterstützung seines Unternehmens und eines strukturierten Wiedereingliederungsprogramms in Kooperation mit der BGE TEM konnte er elf Monate später in seinen Betrieb Magnera Gladfelter Falkenhagen GmbH in Pritzwalck in Brandenburg zurückkehren – mit Prothese und einer neuen Aufgabe als Sachbearbeiter!

00:01:27: Zudem engagiert er sich seitdem aktiv als Schwerbehindertenvertreter.

00:01:32: In unserem Magazin E-TEM haben wir Martin Malikki schon einmal porträtiert und die Geschichte seiner Wiedereingliederung erzählt.

00:01:40: Ich freue mich, dass er sich nun erneut Zeit genommen hat um mit uns zu sprechen.

00:01:45: Dabei soll es heute gehen über seinen Weg zurück in einen neuen Alltag – darüber warum Inklusion im Arbeitsalltag wichtig ist und was Unternehmen dafür tun können!

00:01:56: Schön, dass Sie da sind Herr Malikki.

00:01:59: Hallo!

00:02:00: Herr Maliki sie sind uns ja zugeschaltet.

00:02:02: war der Weg aus Brandenburg hier zu uns nach Köln ins Studie?

00:02:06: etwas weit ist aber wunderbar.

00:02:08: wir sind ja so auch sehr gut miteinander verbunden.

00:02:11: vielleicht nochmal ganz kurz was ist damals eigentlich genau passiert?

00:02:16: Ja ich bin damals zwischen zwei rotierende Weißen eingezogen worden die in der Pferdierungstemperatur von hundert und achtzig Grad haben.

00:02:24: Glück und Unglück war, dass sie mit einem Achtzig Grad da waren.

00:02:26: Dadurch hatte ich halt keine großartigen Mutung sondern das wurde gleich alles selber von Neu-Deutsch zugeschweißt.

00:02:33: Unglückt war dabei, dass sich die Temperatur halt so hoch war und nicht so lange dort gefangen wird, dass Weichteile verbrannt sind bis in den Ohrenarm rein.

00:02:41: Und deswegen die Amputationshöhe auch überall des Albums gelingt ist.

00:02:48: Das war beim Anfang der Anlage wo Händel schon ein paar Sachen gemacht wurden also... bei Vollspeed werde ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr in der Lage mit euch zu sprechen.

00:02:58: Ja, da sind wir aber froh dass es dann so ausgegangen ist.

00:03:02: wenn sie an die Zeit direkt nach dem Unfall zurückdenken was waren denn für Sie so die ersten entscheidenden Schritte also medizinisch organisatorisch und auch menschlich?

00:03:13: Die erste scheinende Schritte für mich eigentlich war nachdem ich aus einem künstlichen Koma war von meinen Kollegen gehört habe, dass die Psychologische am Standort betreut wurden.

00:03:25: Der Psychologe wurde halt engagiert durchs Unternehmen.

00:03:30: Fand ich super, weil wie gesagt zweieitig nur für mich eine traumatische Geschichte, so waren auch viele meiner Kollegen mit denen ich mittlerweile schon zehn Jahre in einer Schicht war also wir waren schon so ne kleine Familie gewesen mehr oder weniger und das sich denn da halt gekümmert wurde und dass der Geschäftsführer damals Da waren wir noch die Konzert, gehen wir ja.

00:03:50: Als erstes den Kollegen gesagt hat dass das Unternehmen mich weiter beschäftigt da kann kommen was wollen um halt ein bisschen den Druck auch bei den Kollegen raus zu nehmen.

00:04:01: Was dann auch so bei mir ankam durch die Geschäftsführung.

00:04:04: also die waren irgendwie komischerweise denselben Tag wie ich von der GTS aus Boma Haus vom Wahlstation waren Vertreter des Unternehmensprämie und haben mir halt operiert, dass ich egal dies ausgeht wieder hier anfangen könne.

00:04:18: Und das ist natürlich dann deine Sache die Welt du stehst bei so einem Anrundfall.

00:04:23: Stehst du definitiv erst mal wenn du über Jahre gewohnt warst zu arbeiten.

00:04:27: Ich selber war damals in der Situation, dass sich allein als Kindervater einer siebenjährigen Tochter gewesen bin.

00:04:32: Da stehst du erstmal vor dem Nichts und wenn man natürlich dann so eine Antwort kriegst oder erstmal so so eine Nachricht bekommt, dass du egal was kommt, weiterarbeiten darfst Entschuldigung, das kommt mit Wasser so ein bisschen.

00:04:43: Dass wir halt weiterarbeiten darfst, es nimmt jetzt so viel Druck raus für die Genesung, dass ist ein Wahnsinn!

00:04:49: Also ich kann auch Leute kennenlernen müssen wo die erste Nachricht vom Arbeitgeber nach dem Arbeitsunfall halt die schriftliche Kündigung war also sowas auch und das zieht natürlich beinahe weg, das ist unbeschreiblich.

00:05:04: Und das war halt, wie gesagt die erste Erfahrung, die ich halt mit, zeitlich sag's mal jetzt im Nachhinein Inklusion zu erfahren durfte.

00:05:13: Also die Zusage weiter beschäftigt zu werden.

00:05:17: Ja toll von Ihrem Arbeitgeber!

00:05:19: Was war denn so für Sie in den ersten Wochen und Monaten die größte Herausforderung?

00:05:24: Und sie haben ja schon gesagt was Ihnen ganz besonders geholfen hat dabei – aber welche Herausforderungen Waren das?

00:05:31: und welche Herausforderungen gibt es auch heute noch?

00:05:34: Sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag.

00:05:38: Ja, die Herausforderung ist da immer klar, weil er sagt, liegt ja auf der Hand.

00:05:44: Also diese Welt ist gemacht für Leute mit zwei Armen in meinem Fall.

00:05:48: Genauso wie die Weltloch gemacht ist für Leute bei zwei Beinen.

00:05:51: Und sich da dann halt so durchzuwurschteln irgendwie und trotzdem glücklich zu sein mit seinem Leben.

00:05:58: Wie gesagt ich hatte... der glückfünfzig jahrelang mit zwei Flügel zu fliegen und seit dreizehn Jahren fliege ich nur noch im kreis.

00:06:08: Das ist halt die große Herausforderung.

00:06:10: auch zu fragen oder zu lernen war früher auch sehr selbstständig habe viel alleine gemacht, ich wurde viel gefahren zu helfen.

00:06:17: Ich war es nicht gewohnt selber zu fragen nach Hilfe zu fahren.

00:06:19: wer.

00:06:19: es gibt halt Sachen Die kannst du definitiv nicht alleine machen weil versucht euch mal den Den rechten oa den linken unterarm zu waschen mit dem mit der linken hand als beispiel Also Sachen nachzufragen oder Türen zu löffnen, wenn du halt die Hand voll lasten und so'n kramst.

00:06:36: Also Schwäche zuzugeben war ganz schwer für mich am Anfang.

00:06:41: Und das ist definitiv ... Wenn du gehindert bist hast du irgendeine Schwäche ansonsten wärst du nicht behindert.

00:06:48: Gab es denn einen Moment in dem Sie wussten jetzt will ich aber zurück in den Beruf?

00:06:53: Oder war das eher ein Prozess?

00:06:55: Wie lief dann der Kontakt zum Betrieb nach dem Unfall?

00:06:59: Also der Kontakt zum Betrieb lief super.

00:07:01: Wie gesagt, das ist dann auch vom damaligen Geschäftsführer so sagt man hat doktriniert worden.

00:07:07: Die Kollegen konnten sich Firmwaren nehmen, konnten mich besuchen fahren.

00:07:10: Ich habe regelmäßig telefoniert mit Produktionsleiter was um mein Muss dazu sagen der Produktions-Leiter den wir damals hatten.

00:07:17: Ich hatte ich hatte den Vorteil im Unternehmen Der Produktions Leiter sein dem sein neugeborenes Kind war auch gleich nach Geburtabend portiert wurden.

00:07:25: Von daher wussten wir weiter wovon wir reden.

00:07:30: Also der Kontakt war immer zu jeder Zeit da.

00:07:32: Ich konnte jedes Mal hier mit den Leuten reden, die für mich zuständig waren, also Schichtleiterproduktionsleiter selbst damals, ich schätze viel weiter, aber auch für mich... Die Kollegen, die mich besuchen wollten haben praktisch ein Auto zur Verfügung gestellt bekommen.

00:07:49: Also ich war eigentlich immer ab to date gewesen.

00:07:51: Wäre gesagt wir waren nach so einer langen Zeit und wir hatten damals zwölf Stunden Schichten, dann waren wir in eine Familie oder hatte jeder... Jeder auch den Ärger von anderen.

00:08:02: Und als sie dann zurückkehrten, dann begann sehr eine neue Rolle?

00:08:07: Wie wurde denn da entschieden welche Aufgabe passt und wie aktiv konnten Sie das auch mitgestalten?

00:08:13: Es wurden damals zwei Optionen gestellt.

00:08:16: Das war einmal dieser Sachbearbeiter im Produktionsmanagement Und dann war es noch eine Starbler-Geschichte, die im Raum stand, dass ein Starblar beinahe recht umgebaut werden sollte.

00:08:30: Das war zu meiner kranken Auszeit das Außenlager leiten und führen sollte als Logistiker.

00:08:38: Das Außenlage ist auch hier am Start, da muss ich dazu sagen nur an paar Straßen weiter.

00:08:44: Hat sich dann da ja ledig gehabt, weil die Zeit gedrängt hatte.

00:08:47: Die mussten so an Kollegen hinsetzen.

00:08:49: von daher ist es hinfällig geworden und der Produktionsleiter damals sagte halt er brauche mich hier standort als als Ja, er wollte halten meinen mein Navarro ausnutzen was ich hier in Sachen Anlagen und in Sachen Equipment und Sachen Standort hatte.

00:09:06: Von daher wollten sie mich also prinzipiell nicht gehen lassen.

00:09:09: Also ich habe ja auf verschiedene Sachen durchgelebt, sage ich mal zum Anfang war ich auch mehr oder weniger technischer Hausmeister, bin dann durch Anlagen und hat da Überprüfungen gemacht.

00:09:20: Von Lagern von Motoren von Antrieben von Welten von Weizen und den ganzen Alankrams der ja so mit dem Anlag verbaut ist.

00:09:30: Wo sich dann nachher aber mit der Zeit rausstellte dass ich da ein psychisches Probleme habe gerade bei der Anlage zwei an der der Onfall passiert ist.

00:09:37: Dem ich nämlich in derzeit auch richtig zwei Flashbacks hatte die richtig mir die Beine gezogen haben.

00:09:42: also das eigentlich Man kann es nicht beschreiben, also man ist komplett in der Situation nochmal drin und hat den hoch in der Nase.

00:09:50: Man hat die Schmerzen... Das fängt total ein und da wurde dann entschieden dass ich halt zu dem normalen Haustiping wechseln um dann nur noch an Standort ausleben zu dürfen.

00:10:06: Welche Dinge würden Sie denn betrieben raten, die nach einem schweren Unfall eine möglichst reibungslose Wiedereingliederung ermöglichen möchten?

00:10:14: Was ich vielen Betrieben ratend würde erstmal aussundieren.

00:10:18: Ob man nicht die Kollegen wirklich anderweitig gebrauchen kann.

00:10:23: Da werde ich sage mal jeder der aus dem Arbeitsunfall in so einer Situation wie ich geredet, dem ist duktlich geholfen wenn er eine Weiterbeschäftigung sieht.

00:10:33: und Wie gesagt, das ist bei jedem Verumfalten hinterher auch wieder da.

00:10:38: Weil man verliert ja nicht seine Erfahrung die man in den Jahren zuvor im Unternehmen gesammelt hat.

00:10:44: Die Auffahrung ist ja noch da und kann sich vielleicht seit mal so wie mein Fall nicht mehr so ausüben.

00:10:49: Da ist es auch immer individuell riesig.

00:10:51: Es ist ja nun ein Unterschied ob ich jetzt einen Arm hapotiert bekomme oder ob ich auf beiden Augen blind werde durch... wir wollen's mal nicht weiter ausmalen.

00:11:02: Ja, da haben sie natürlich recht.

00:11:06: Aber das ist noch hoch, ist ja trotzdem nahe.

00:11:08: Genau!

00:11:09: Wie könnten denn Führungskräfte und auch Kollegen und Kolleginnen die Wiedereingliederungen erleichtern?

00:11:14: Also Sie haben ja sehr positive Erfahrungen gemacht.

00:11:17: Ich habe größtenteils positiver Erfahrung gemacht.

00:11:20: Man sollte den Kollegen der jetzt eingeschränkt wiederkommt nicht bemuttern.

00:11:25: Also, das ist auch wieder individuell.

00:11:29: Es gibt halt die Typen, die dann halt aufstehen und wieder losgehen, also es gibt halt diese Typen die noch ein bisschen mehr oder längere Trauerfaser haben, als ich sie vielleicht hatte.

00:11:40: Auf keinen Fall bei Mutter.

00:11:42: Wenn Leute wirklich arbeiten wollen und Leute, die mit beiden danach auch wieder fest im Leben stehen, die sagen, der hat schon irgendwann was geäugnet.

00:11:50: Das ist ein Lernprozess bei uns Verunfallten.

00:11:54: Wie sagt es vielmehr am Anfang, auch schwer teilweise einfache Sachen abzugeben.

00:11:59: Aber ja einfach kommen lassen.

00:12:04: Man kann so eine Geschichte nicht postualisieren.

00:12:08: Ja da stimmt natürlich das.

00:12:10: Jeder Mensch ist anders, jeder nimmt's anders auf, jeder verarbeitet es anders.

00:12:14: bei den Kollegen ist es dasselbe.

00:12:16: Manche haben Berührungsängste manche wollen dann schon mit der Augen... Ich hatte vielleicht den Vorteil, ich war schon zu... ...ehr vor jünger Zeit, als ich noch mal in die Schule ging.

00:12:30: Weil schon der Kassenkasse, der Klassenkass baute und das ist auch so eine Geschichte, die es beibehalten.

00:12:34: Und wenn du natürlich jetzt so einen schwarzen Humor bringst wie... Sollte ich Platz machen?

00:12:40: Die brauche ich nicht mehr so breit.

00:12:42: oder wie hast denn das gemacht?

00:12:43: Der mit links, ne?

00:12:44: Also mal solche Gespräche.

00:12:45: Manche Klänze hat manche Klänsen halt nicht auch um.

00:12:49: oder ich bin so dick geroren, weil die Ernährung einsetzlich geworden ist.

00:12:52: Das sind also immer so eine Sache, dass sie da angeht.

00:12:59: Sie engagieren sich ja seit Ihrem Unfall auch in der Schwerbehindertenvertretung kurz SBV.

00:13:05: Erzählen Sie uns doch mal ein bisschen warum ist die SPV so wichtig und was macht die eigentlich genau im Betrieb?

00:13:14: Also die SPF beschäftigt sich endlich ausschließlich mit schwerbehindertem oder mit behindertem Betrieb vermittelt vor allen Dingen gesetzliche Geschichten, Anträge.

00:13:23: Wo kann ich mich weiterbilden?

00:13:27: Finanzierung herbekommen, Ausgleichsgeschichte und so weiter.

00:13:31: Du hast das Hintergrund wissen.

00:13:32: was muss ich wann wo beantragen, organisieren?

00:13:36: wie läuft es mit dem Landesversicherungsanstalt?

00:13:40: Wo kriegt man denn los geradeher?

00:13:42: Wie habe ich oder was muss sich machen wenn ich unter fünfzig bin also nicht kein Erschwerbeln hat ein Status habe um mal den Kündungsschutz zu bekommen, weil ich halt nicht so fit bin wie ein normaler Mensch.

00:13:54: Da fisst die SPV.

00:13:55: wichtig!

00:13:55: Weil mein gutem Endeffekt anscheinend die Behinderten im Betrieb auf eine SPV gibt oder nicht, aber ich würde jedem Betrieb raten das vielleicht anzustoßen.

00:14:03: Weil wie gesagt ne SPV kann auch durch Seminarbe und Lehrgänge, die auch durch die Brotsgenossenschaften angeboten werden, halt ein tierisches Netzwerk aufbauen.

00:14:12: Und wie gesagt selbst meinen Arbeitgeber hat mich schon gefragt Wo können wir was machen, um die und die weiter zu beschäftigen?

00:14:20: Wo können finanzielle Unterstützung herbekommen.

00:14:23: Wie läuft das mit der Lohnvorzahlung

00:14:25: usw.?

00:14:25: Also ein paar Selbstsicherheitsarbeit-Nehmachvertreter für die Arbeitgeberseite so ein bisschen in der Notnabelanführung streben.

00:14:33: Sie haben ja auch abgesehen von der Schwerbehindertenvertretung haben sie sich eine Zeit lang als sogenannte PIR engagiert.

00:14:40: Was genau macht man als PIR?

00:14:44: Also als Pia, also es ist mir zu gut gekommen.

00:14:48: Deswegen war für mich die Entscheidung auch leicht, dass ich gebraucht wurde ob ich selber auch dieses Ehrenamt als PIA einsteigen

00:14:56: möchte.

00:14:57: Pia ist einfach ganz einfach... Man ist auf derselben Höhe.

00:15:04: Augenhöhe, das heißt ja auch dieses Wort Pia.

00:15:05: man isst auf Augenhöhen mit anderen Verunfalten.

00:15:09: Man geht halt zu den Rinnen und erhält sich nicht mit denen als Ratzt.

00:15:13: Weil ich hab die Erfahrung gemacht, wenn du in deinem Bett liest da im Krankenhaus und dann stehen da zwölf Leute samt Schiffwärts vor deiner... Vor dem Bett.

00:15:21: Und erzählen dir alle drüben.

00:15:22: Und das kriegen wir wieder hin.

00:15:23: Dann denkst du ja, ihr habt vielleicht Schnackenlöte?

00:15:25: Ihr habt noch Betefliege!

00:15:27: Wenn jetzt aber jemand vor dir steht also so wie bei mir zum Beispiel war, es waren eine Dame, die Beine und Arm akutiert war, so doppelt amputiert.

00:15:37: Die erzählt dir, wietet deine Zukunft so lang wird, nimmt dir dann wahrscheinlich auch noch ins Beeträume, die du hast.

00:15:43: Aber du weißt halt, sie ist gnadenlos ehrlich.

00:15:47: Hilft es dir aber weiter?

00:15:49: Weil du siehst die Frau hat ihren Unfall vor zwanzig Jahren gehabt und die Rente lacht durch die Hinge.

00:15:54: so schlimm geht's ja eigentlich gar nicht!

00:15:56: Also das geht halt immer weiter.

00:15:57: Und dann kam halt irgendwie auch diese Einstellung auf von wegen der vierzig Jahre was zu normal, die nächsten vierzig machst du halt nur mit links.

00:16:07: Wir haben ja immer die Tradition in unserem Podcast dass meine Gäste einen Gegenstand oder irgendetwas anderes mitbringen, was mit unserer Thematik zu tun hat.

00:16:19: Was haben Sie sich denn da überlegt?

00:16:21: Da habe ich eigentlich nur mich mitgebracht!

00:16:28: Der Gegenstand wäre jetzt der Arm, der erste Moment war kaputt, er ist gerade in einer Reparatur.

00:16:34: Von daher sage ich erst mal berichter Gegenstand weil der Arm gehört mittlerweile zu mir, der Dynamic Arm wie mein richtiger Das ist halt nur leider, dass er kaputt ist.

00:16:44: Oh je!

00:16:45: Wird denn die Reparatur schnell

00:16:47: gehen?

00:16:48: Ich denke nicht weil ich bekomme jetzt einen komplett neuen... Also der hat auch seine Halbwertzeit um von sechs Jahren und wird jetzt komplett neu angepasst und bekommt einen kompletten neuen Dynamiker.

00:16:58: also wie sich das in einer Anpassung.

00:17:02: Alles klar dann hoffe ich da so schnell geht und dass sie dann

00:17:05: ein... Leider konnte ich ihn nicht mitbringen.

00:17:07: Also das wäre jetzt das Thema zur Richtung Inklusion gewesen.

00:17:11: Okay, das stellen wir uns jetzt einfach vor.

00:17:13: Thema Inklusion nochmal!

00:17:14: Inwiefern sind denn Kolleginnen und Kollegen mit Einschränkungen auch eine Bereicherung für Unternehmen?

00:17:20: Also was können andere von ihnen lernen?

00:17:24: Von mir lernen?

00:17:25: persönlich würde ich sagen mal leben auch mal trotz Einschrankung ein bisschen lustiger zu sehen.

00:17:31: Was können andere Kollegen von mir lernen?

00:17:33: Andere Kollegen könnten sich sagen es geht weiter.

00:17:40: Das ist doch eine lebenseinstellung, das habe ich meiner Tochter damals auch gesagt.

00:17:46: Wenn du wirklich mal auf die Nase fällst, stehe auf, putzee die Knie ab und geh weiter.

00:17:50: Also es ist nicht nur bei uns Behinderten so.

00:17:56: Es geht nicht immer alles glatt.

00:17:58: Schüttel dich, streif's ab und versuch das Beste daraus zu machen.

00:18:01: Geh einfach deinen Weg weiter den du gehen möchtest!

00:18:04: Und wenn du heute an der Gab umstehst, die auch mal ein bisschen intensiver ist, so wie schwer war Unfall.

00:18:12: Denn entscheide dich für den richtigen Weg und den richtigem Weg findest du erst wenn du nie gegangen bist.

00:18:17: Das passt ja auch ganz gut zu ihrem Motto dass sie uns in der ETHM Artikel, den wir schonmal über Sie geschrieben haben anvertraut haben.

00:18:27: ich darf es ganz kurz zitieren stehe zu deinen Schwächen denn dadurch wirst Du stark.

00:18:31: was wollen sie nochmal genau damit ausdrücken?

00:18:34: Wenn du aber wo Schlöche zeichst?

00:18:37: Also so habe ich es zumindest gemerkt.

00:18:39: Denken die, oder denn handeln die Leute irgendwann auch anders mit dir und gehen halt mehr auf dich ein und wissen dann noch wie sie mit dir umzugehen haben?

00:18:47: Ich sage mal, ich bin stark dadurch gewesen das ich gelernt habe zu fragen und nach Hilfe, um Hilfe zu bitten.

00:18:53: Das ist die Sache, die einen praktisch psychischen Hauptstark machten.

00:18:56: Weil am Anfang denkt man immer keiner will mit einem zu tun haben.

00:18:59: Keiner möchte noch irgendwas von dir wissen.

00:19:02: Dann kommst du im Endeffekt doch anders, wenn du dann halt einmal fragst besitzt.

00:19:05: Jetzt sind ja dann mit mal drei, vier, fünf Leute da die dir helfen wollen und denkst, wow!

00:19:09: Alles klar.

00:19:10: also ich hab da nicht mal einen Arm, ich habe dann halt fünf oder sechs Arme oder sieben Armen.

00:19:16: Also das ist damit gemeint dass das Segment effekt stark macht um auch mal Möw für zu bitten.

00:19:22: Auch gerade in der Arbeitswelt.

00:19:23: heute total

00:19:24: Zurück zur Arbeitswelt.

00:19:25: Welche grundlegenden Dos und Don'ts sollte denn Ihrer Meinung nach jedes Unternehmen unbedingt beachten, wenn es um Inklusion geht?

00:19:32: Auf alle Fälle sollte man als Unternehmen darüber nachdenken die das Know-how der Kollegen auszunutzen welches jetzt anders zu verfügen also ich sage anders zu Verfügung steht als das vorher.

00:19:44: aber nach so einem Unfall Nogos sind für mich, und ich denke mal auf viele Pauschal abgerechnet zu werden.

00:19:51: Weil wie gesagt jeder von uns ist irgendwo individuell vom Typ her, von der Verunfallung her, wie man damit umgeht.

00:19:58: Das sind eigentlich so die Geschichten, die Arbeitgeber an die Hand geben möchte.

00:20:03: Und wie gesagt das Nogo stürbt nicht damit dass man einen Körper-Tail hat genommen.

00:20:08: Ist ja ein jüngester Auffahrer dann hat man auch den Arbeitsproblemen.

00:20:11: Wir haben ja jetzt schon einiges darüber geredet, was Unternehmen oder Betriebe für Inklusion tun können.

00:20:18: Aber Inklusion ist ja nie eine Einbahnstraße?

00:20:21: Was raten Sie denn dem Menschen mit Einschränkungen?

00:20:25: Also wie gesagt, wie Sie schon sagen, es ist keine Einbahnstrasse.

00:20:29: also ich kann als Bündner dann nicht verlangen dass der Unternehmer mir erst die goldenen Tauben entgegenfliegen sieht.

00:20:36: Man muss sich schon ein bisschen zusammenreißen und man ist oftmals dass man in Rubriken oder in Geschichten arbeitet, die man vorher nicht drüber nachgedacht hat.

00:20:48: Oder wo man früher keine Berührungen hatte.

00:20:51: Man sollte bereit sein der Weiterbildungs- oder sich weiter zu bilden und sich umzuschulen auch wenn es dann bestimmte Altern recht schwer fällt noch irgendwelche Sachen in den Bregen zu kriegen.

00:21:04: Man muss vor allen Dingen mit dem Arbeitgeber reden Weil er kann nicht wissen, was brauche ich als eingeschränkter.

00:21:11: Ich sage mal ein ganz belliges Beispiel bei mir im Unternehmen war... ...ich hatte Probleme mit der linken Hand, mit dem Daumen und dem Sattelgelenk bis dann irgendjemand zu mir sagte, naja wir sind eine Hygiene betrieb dadurch hinkonst an allen Ecken und Enden wegen Desinfektionsspender aber halt auch diese, die es auch im Krankenhaushängen mit einem Hebel zum runterziehen.

00:21:32: Dadurch dass sich halt dieses Sattellgelenk immer so verdreht.

00:21:34: beim Desinfizieren hatte ich dann natürlich da Probleme, es ist dann irgendwie, wie man mal sagte wollen wir nicht einfach ein paar elektrische Rudel mal lang ist, installieren die Hand runter hält und dann spritzt das solch selbst drauf.

00:21:45: Das sind alles nur Sachen.

00:21:46: also man lernt mit der Zeit.

00:21:47: man kann wenn man, wenn man inkludiert wird nicht gleich vom ersten Tag an verlangen erst alles auf den Mal läuft und man müsste dann auch oder man muss dann auch mit einem Arbeitgeber kommunizieren was bauree und was ist ja absolutem Bumpitz?

00:21:58: Also ich habe hier auch Sachen bekommen würde sagen nee Warum?

00:22:05: Also das sind dann halt so eine Armsturl, die ich bekommen habe.

00:22:08: Falls ich einen Weg auch mit Abfall zu tun habe.

00:22:12: Wenn sich da mal jemand händeln will... Dann wurde der sagt ja es ist schön so ein Stumpen zu haben aber wie ziehe ich mir den an?

00:22:20: Es ist einfach nicht böse gemein.

00:22:21: also man versucht zu helfen tritt aber auf uns Fettnäpfchen.

00:22:25: Das kennt eigentlich jeder von uns auch von den normalen Leuten.

00:22:28: Und dann, wenn man mal so ein Fettnäpfchen auftritt, sollte man nicht gleich auf die Goldwaage lehnen.

00:22:33: Man sollte immer schon mal ganz in Ruhe miteinander reden.

00:22:37: Reden!

00:22:37: Das ist ein gutes Stichwort.

00:22:40: und zum Abschluss unseres Gesprächs würde ich noch gerne von Ihnen wissen, wenn Sie sich jetzt wünschen könnten dass nach dieser Folge eine Sache bei unseren Zuhörenden hängen bleibt?

00:22:50: Welche wäre das?

00:22:52: Dass Leute mit Behinderung nicht matchensweiter war sind wir unsere unsere fokussierunglich woanders aber definitiv keine zweite Wahl.

00:23:00: Und jeder sollte eine zweite Chance bekommen, auch durch irgendeinen Fehltritt sein Leben aus den Armen berufen

00:23:08: hat.".

00:23:09: Also die Tür und Offen halten sozusagen?

00:23:11: Genau!

00:23:13: Es gibt ja auch vielfältige Unterstützungsangebote für Inklusion am Arbeitsplatz – also bei der barrierefreien Gestaltung, bei der Einarbeitung, bei Beschäftigung und bei der Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen helfen.

00:23:26: dazu werden wir Ganz viel in unsere Show Notes packen und die sind natürlich auch zu finden unter etem.bgetemp.de.

00:23:35: Ja, dann bedanke ich mich nochmal ganz herzlich bei Ihnen Martin Maliki dass Sie bei uns zu Gast waren.

00:23:41: herzlichen Dank Und wir freuen uns, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:23:45: Wenn Sie uns auf dem Podcast-Kanal Ihrer Wahl abonnieren und uns eine Bewertung oder einen Kommentar und gerne auch Fragen an Herrn Maliki da lassen – das würde uns sehr freuen!

00:24:00: Festzuhalten bleibt?

00:24:02: Erstens Reden hilft zuhören auch denn jede Beeinträchtigung ist anders.

00:24:08: Zweitens Barrierefreiheit im Betrieb kommt allen zugute.

00:24:13: Und drittens, Inklusion im Unternehmen ist für alle ein Gewinn und es gibt vielfältige Unterstützung für beide Seiten.

00:24:23: Ganz sicher!

New comment

Your name or nickname, will be shown publicly
At least 10 characters long
By submitting your comment you agree that the content of the field "Name or nickname" will be stored and shown publicly next to your comment. Using your real name is optional.